Chronik

Aus der Geschichte von Molzbach

Die vorgeschichtliche Besiedlung wird durch zahlreiche Hügelgräber der Bronze-, Hallstatt- und La Tène-Zeit bewiesen, die nördlich des Ortes am Bomberg und südlich des Ortes am Sandstrauch freigelegt wurden.

1600 – 1250 v. Ch,  Hügelgräber der Bronzezeit am Bomberg bei Molzbach "Das reiche Mädchen von Molzbach"

800 - 50 v. Ch. Gräberfeld der Hallstattzeit im Sandstrauch bei Molzbach

1319 wird Molzbach zum erstenmal erwähnt. Ein Ritter Konrad von "Mollisbach" ist Zeuge für die Übergabe von Gütern in Altenfeld durch den Johannesberger Mönch Hartrad von Steinhaus an das Kloster Blankenau. Der Ortsname bedeutet "Siedlung am Sandbach".

1334 verkauft der Biebersteiner Burgmann Johann von Lichtenberg zwei Huben in "Molsbach" an die Propstei Neuenberg. Auch die Propstei Petersberg war in Molzbach begütert, ebenso die Herren von Haune, Schenkwald, Schlitz, Buchenau, Bibra und das Kollegiatstift Hünfeld. Dies ist die erste urkundliche erwähnung von "Molsbach".

1389 verkauften die "Ritter von Molzbach" ein Gut zu dem Steinhuse(Steinhaus) an die von Schenkenwald

1416 verkaufen zwei Brüder von Schlitz ihren Besitz u.a. in "Malsbach" an den Fuldaer Fürstabt Johann I. von Merlau.

1488 verleiht Jörg von Haune sieben Güter bei Molzbach dem Stift Hünfeld.

1510 wohnen in Molzbach 8 fuldische Viehhalter.

1511 Die Herren von Bibra verleihen das "Hermesgut" an das Kreuzstift zu Hünfeld

1560 um diese Zeit zählt Molzbach 16 Nachbarn.

1633 hat Molzbach 20 Haushaltungen.

1653 gehört Molzbach zum fuldischen Amt Mackenzell. Ursprünglich zählte es zum Gericht Hünfeld.

1656 wird eine Kapelle in Molzbach erwähnt, die zur Pfarrei Hünfeld gehört.

1674 wird als Titular der Kapelle der hl. Sebastian angegeben.

1712 wird von Konrad Henkel der barocke Bildstock am Ortsausgang nach Hünfeld gesetzt.

1737 wird Molzbach der im Jahre vorher gegründeten Pfarrei Mackenzell angeschlossen.

1789 wohnen in Molzbach 9 Bauern sowie 11 begüterte und 3 vierschwellige Hüttner.

1802 gehört Molzbach bei der Säkularisation des Hochstifts Fulda zum Oberamt Mackenzell, dessen politisches Schicksal der Ort in der Folgezeit teilt.

1803 Der nahe Wald gehörte den Stiften Hünfeld und Fulda, wird Landkrankenhauswald

1821 hat 164 Einwohner, 24 Häuser

1840  Ein Wendelinus-Bildstock in Richtung Großenbach hat als Stifter Johann Adam Vogt.

1850 bis 1851 wird von Baumeistern A. Heres die heutige Filialkirche im neugotischen Stil erbaut.

1852 erhält die Kirche ein vom Fuldaer Maler Clemens Witzel geschaffenes Altarbild Mutter Anna mit Joachim und Maria.

1856 geht am 1.9. ein furchtbares Hagelwetter über Molzbach nieder.

1861 wird zur Erinnerung daran von der Gemeinde das Steinkruzifix am Ortsausgang nach Mackenzell gesetzt. Ein Steinkruzifix ohne Jahr steht auf dem alten Friedhof bei der Kirche. Das neuen Friedhofskreuz trägt die Jahreszahl 1939

1895 hat Molzbach 159 Einwohner.

1904 Ein Bildstock von Ämiliane Vogt geb. Beck steht am Weg nach Großenbach.

1904 Ein neugotischer Marien-Bildstock am Ortsausgang nach Haselstein.

1908 wird die erste Wasserleitung gebaut (1979 erneuert).

1910 zählt die Filiale Molzbach 174 Seelen. Begräbnis und Schule sind in Mackenzell. Die Kirche ist dem hl. Sebastian geweiht (heute St. Anna).

1914 wird mit dem Bau der Schule begonnen (1919 vollendet). Schulbetrieb bis 1965

1918 hat Molzbach am Ende des 1. Weltkrieges 5 Gefallene zu beklagen.

1920 Die Hünfelder Oblaten übernehmen den Hof der Familie Vogel

1921 wird als Ersatz für eine im 1. Weltkrieg 1917 abgelieferte Glocke von der Fa. Otto in Bremen-Hemelingen eine bis heute erhaltene Glocke geliefert.

1928 wird Molzbach an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. Schon seit 1923 hatte ein Diesel-Aggregat im Hof der Hünfelder Oblaten Strom geliefert.

1931 hat Molzbach 174 Einwohner in 32 Häusern. - Im gleichen Jahr wird mit den Ausgrabungen am Bomberg nördlich des Ortes begonnen ("Die Jungfrau von Molzbach"). Auch südlich des Dorfes am Sandstrauch werden 1930- 34 vorgeschichtliche Gräber freigelegt.

1939 wird ein neuer Friedhof fertiggestellt. Vorher wurden die Toten bei der Kirche begraben.

1945 hat Molzbach am Ende des 2. Weltkrieges 5 Gefallene zu beklagen.

1946 Kommen 158 Heimatvertriebene, vorwiegend aus dem Sudetenland, nach Molzbach. Molzbach hat mit 358 Personen seine höchste Einwohnerzahl.

1951 wird als Ersatz für eine im 2. Weltkrieg 1942 abgelieferte Glocke eine zweite Glocke St. Maria angeschafft.

1953 wird das Gefallenen-Ehrenmal errichtet.

1953 wird die Freiwillige Feuerwehr gegründet. Das Feuerwehr-Gerätehaus wird erbaut.

1956 hat Molzbach 229 Einwohner

1958 wird die Kanalisation fertiggestellt

1962 wird die Hauskapelle des Wendelinushofes der Oblaten eingeweiht.

1963 wird mit der Flurbereinigung begonnen (bis 1965).

1965 wird die Schule geschlossen. Die Kinder besuchen die Schulen in Hünfeld. Im gleichen Jahr wird der Sportplatz angelegt.

1969 hat Molzbach 175 Einwohner, 35 Häuser, Bau der Friedhofshalle

1971 gibt Molzbach am 1.2. durch einen Grenzänderungsvertrag seine kommunale Selbständigkeit auf und wird ein Stadtteil von Hünfeld.

1979 wird die Filialkirche gründlich renoviert.

1982 hat der Hünfelder Stadtteil Molzbach am 1.1. 188 Einwohner.

1983 feiert der Wendelinushof 60-jähriges Jubiläum.

1984 findet das erste Backhausfest statt.

1986 wird der alte Friedhof eingegrünt und der Bildstock davor restauriert.

1987 Umbau des Feuerwehrgerätehauses und Errichtung der Grillhütte. Die Josephstatue auf dem Dorfplatz wird eingeweiht.

1988-89 wird das Wiegehäuschen und das Backhaus saniert.

1991 teilnahme bei: "Unser dorf soll schöner werden".

1994 die Frauenfeuerwehr wird gegründet und am Backhaus wird ein Vorbau errichtet, welcher zugleich als Buswartehalle dient.

1995 Bau von Verbindungssammler Abwasser nach Mackenzell

1996 wird der Verbindungssammler von Molzbach und Mackenzell hergestellt.

1998 Gründung der Pferdesportgemeinschaft Molzbach e.V.

01.02.2001 hat der Hünfelder Stadtteil Molzbach 201 Einwohner.

2001 wird das Feuerwehrgerätehaus wird erweitert.

Juli 2003 die Feuerwehr Molzbach feiert 50 Jähriges bestehen am Dorfplatz zusammen mit einem Backhausfest

Feb 2004 Molzbach leistet mit Lyriken des Heinz Erhardt endlich wieder einen Beitrag bei der Fremdensitzung in Mackenzell. Der Name "Drei Biber die nach Links schauen" wird erstmals auf der Fremdensitzung geprägt.

25.04.2004 wird das neue TSF der freiwilligen Feuerwehr in Dienst gestellt. Die Feuerwehr wird Ihren alten Ford Transit in guter Erinnerung halten.

2004 wird die Kirche von Außen renoviert. Hierbei werden die Schindeln am Glockenturm und an der Josefsstatur gegen ein Kupferdach ausgetauscht

Aug 2005 wird der Grillplatz um Sanitäranlagen erweitert. Hierzu wird eine Wasserleitung von der Molzbachquelle zum Grillplatz gelegt.

2006 Teilnahme bei "Dolles Dorf"  2. Platz bei Auscheidung in 2007

2009 200 Einwohner, 59 Häuser, 4 Vollerwerbslandwirte und ca. 500  Stück Rindvieh

2009 Feier Dorfjubiläum 675 Jahre Molzbach mit Erweiterung der Löschteiches mit einem Wasserspielplatz

2010 im Mai werden die 3 Biber am Kump im Rahmenprogramm von "700 Jahre Stadtrecht Hünfeld" eingeweiht

2013 im Mai erhält Molzbach eine elektronische Kirchenorgel. Diese wurde vom Kloster in Hünfeld gespendet

2013 im August findet das Backhausfest zusammen mit dem 60 jährigen bestehen der FFW statt. Erstmals wird das Vorstandsversenken am Kump durchgeführt.

2016 der Bildstock gegenüber der Feuerwehr wird saniert (nachem er umgefahren wurde)

2016 der Spielturm (mit Rutsche, Kletterwand) auf dem Kinderspielplatz wird saniert

2017 das Dach der Schutzhütte "Wiegands Robert seine Hütte" wird renoviert

2018 das Schulgebäude wird von der Stadt Hünfeld an Privatperson verkauft

2018 Die Teerdecke der Umgehungstraße Molzbach von Mackenzell nach Hünfeld wird erneuert und die Kurven entschärft

2018 Die Gastwirtschaft schließ und eröffnet als DGH ihre Pforten


 

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